Gute Nachrichten für alle Patienten, Besucher und auch Mitarbeitenden des Städtischen Klinikums: der neue „Raum der Stille“ steht ihnen ab sofort wieder als Rückzugsort zur Verfügung. Gemeinsam mit Vertretern der christlichen und muslimischen Glaubensgemeinschaften der Stadt wurde der Raum feierlich eingeweiht. Dies teilt das Klinikum in einer Pressemitteilung mit.
So gut gefüllt wie zur offiziellen Eröffnung wird der Raum der Stille in Zukunft wohl eher nicht mehr sein, ist er doch ein Ort, der den Patienten, Besuchern und auch Mitarbeitenden die Möglichkeit zur Einkehr, zum Nachdenken, Beten und in sich Gehen bieten soll. Ehemals im Erdgeschoss des Klinikums gelegen, findet sich der Raum nun in direkter Anbindung an die ebenfalls neu eröffnete Palliativeinheit in der zweiten Etage.
„Patienten im Krankenhaus befinden sich in einer besonderen Lebenssituation. Sie sind in einer ihnen ungewohnten Umgebung, müssen sich in einen weitgehend vorgegebenen Tagesablauf hineinfinden, sorgen sich um ihre Gesundheit, haben Ängste. Auch Angehörige und Freunde, die zu Besuch kommen, leiden mit, müssen sich mit einer neuen Situation auseinandersetzen“, so Krankenhausseelsorger Lennart Kruse. Der Raum der Stille biete ihnen daher einen Rückzugsort und einen Raum für ihre spirituellen und religiösen Bedürfnisse.
Wie bisher soll auch der neu gestaltete Raum Menschen aller Konfessionen die Möglichkeit des Gebets geben. So stehe der Raum beispielsweise auch muslimischen Patienten für ihre Tagesgebete zur Verfügung. „Wir freuen uns besonders, dass ein ritueller Waschraum direkt neben dem Raum der Stille eingerichtet wurde“, so Kruse, der allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit während der Planungs- und Bauphase dankte. In einem Gästebuch können Besucher zudem ihre Eindrücke festhalten, aber auch aufschreiben, wofür sie dankbar sind oder was ihnen Sorgen bereitet.
„Das Wohl unserer Patienten steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Dafür geben wir jeden Tag unser Bestes. Wir wissen aber auch, wie wichtig es ist, den Gefühlen Raum zu geben“, erläuterte Axel Burghardt, Geschäftsführer des Klinikums. Auch er sprach allen Beteiligten einen Dank für das große Engagement aus.
„Wir freuen uns sehr, dass der Raum nun endlich einen Platz mitten im Herzen des Klinikums gefunden hat“, so Dörthe Weddige-Degenhard, Vorsitzende des Fördervereins, der sich an den Kosten für ein Mobilé der Künstlerin Annette Rawe beteiligte, welches den Raum schmückt.